Reportage: Unterwegs mit dem Palliativarzt Andreas Weber

Shownotes

Wer im Zürcher Oberland einem vorbeifahrenden dunkelblauen Cabriolet begegnet, hat vielleicht gerade Andreas Weber gesehen. Der Palliativmediziner begleitet Menschen in ihrer letzten Lebensphase im Pflegeheim, zu Hause oder im Spital.

Der Gründer des mobilen Palliative-Care-Teams mit Stützpunkt am GZO Spital Wetzikon ist ein Pionier. Mit viel Interesse an den Menschen engagiert er sich für eine Medizin, die Lebensqualität zum Ziel hat – und kein möglichst langes Leben um jeden Preis.

Der Artikel zum Podcast: www.palliaviva.ch/blog

Stichworte zu dieser Folge:

• Andreas Weber • Palliative Care • GZO Spital Wetzikon • Palliativmedizin • Palliativarzt • Pionier • Lebensqualität • Wetzikon • Zürcher Oberland

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00:00:09: Es ist einfach eine ganz andere Dimension, die sich hier auftut von diesen Patienten.

00:00:14: Wenn man sie im Spital gesehen hat und nach Hause kommt, dann sieht man ihre Welt.

00:00:20: Man sieht, wo sie leben wie sie leben – und für mich einfach faszinierend!

00:00:27: Andreas Weber ist ein Pionier der Palliativ-Care in der Schweiz vor allem wenn es um die Mobile Palliativcare geht.

00:00:34: Das heisst also die spezialisierte Palliative Care Spitex, die auch zu den Leuten heimgeht.

00:00:42: Andreas Weber ist ein Mediziner, der keine Bürozeiten kennt.

00:00:46: Er nimmt das Telefon ab, wenn er auf einem Berggipfel steht und überall leutet mit einer dringenden Frage.

00:00:53: Weil er in einem kleinen Team arbeitet, hat er viele Bicke-Dienst.

00:00:57: Das macht ihn gerne – aber er sagt schon auch!

00:01:00: Das ist eine Belastung, weil man halt auch als Nachtstelefon im Kopf hat.

00:01:05: Sie ist immer eingeschaltet und kann jederzeit einen Anruf kommen.

00:01:09: Andreas Weber ist Palliativmediziner.

00:01:12: Er leitet in dieser ärztlichen Funktions-Palliative Care Team im Zürich Oberland mit Stützpunkt am GZDo-Spital Wetzigke.

00:01:21: Er engagiert sich mit Leidenschaften und grossem Interesse an den Menschen.

00:01:27: Und das zeigt sich bei dieser Reputage.

00:01:30: Er setzt sich bei der Hausbesuche intensiv und sehr persönlich mit den Patientinnen und Patienten auseinander.

00:01:37: Das und die schwierigen und auch traurigen Geschichten, die er miterlebt.

00:01:43: Das kann zwischendurch auch belastend sein!

00:01:46: Was mir auch hilft, ist auf diesen Hausbesuch die Überlandfahrten.

00:01:51: Das ist im Zürich-Oberland einfach schön.

00:01:53: Wenn ich irgendwo über einen Hügelien fahre, fahren wir mit dem Cabriolet und einem offenen Dach, wenn es geabt, frische Luft ... Da kann man mich gut abschalten.

00:02:09: Das war der Podcast von Bari Aviva.

00:02:11: Ich bin Rebecca Heffeli und Andreas Weber nimmt mich ein Tag lang mit in seinem Alltag.

00:02:19: Wir treffen uns am Morgen am Viertel Abachti, am GZ-Dospital Wetzigke in der Büro vom Palliativ Care Team.

00:02:27: Dazu gehören sechs spezialisierte Pflegefachpersonen plus zwei Ärzte und ein Ärztin.

00:02:35: Am längsten dabei ist der Gründer von diesem Team, Andreas Weberl.

00:02:40: Er geht morgen als Erstes zu dieser Mitarbeiterin, die schon im Büro am Telefon sitzt.

00:02:46: Sie macht heute die Einsatzleitung.

00:02:48: Ich habe in der Medi-Gerichte gestartet, dann auf den Tisch und verrechnen habe ich alles.

00:02:52: Ist du sonst noch

00:02:54: da?

00:02:54: Nein, das ist mir

00:02:55: in der Grunde.

00:02:57: Ich könnte mich hier anfangen einzulassen bei den

00:02:58: Mails ... Ja, ich gehe jetzt sehr schnell hinweilen und dann gehen wir nachher rauf zu ihren.

00:03:04: Und der Plan ist ausgedruckt!

00:03:07: Super, danke.

00:03:10: Die Fleckfachfrau in der Einsatzleitung koordiniert die Hausbesuche vom Arzt und von den vier Kolleginnen aus dem Pflegteam, die am Tag im Zürich Oberland zu schwer kranken Patientinnen und Patienten unterwegs sind.

00:03:24: Zum Teil machen sie auch Besuche bei Leuten in der Pflegeheim.

00:03:28: Die Einsatzleitung hat alle Fähigkeiten zusammen.

00:03:31: Sie tun drei Anschmacken, ist es dringend oder nicht, wenn ein Telefon reinkommt Planung machen.

00:03:38: Wenn etwas dringend ist, schaut es jemanden, der schon unterwegs war und dort noch vorbei geht oder einen planten Besuch verschiebt und dafür ein ringenderer vorzieht.

00:03:49: Und sie ist natürlich eine telefonische Patientenbetreuung.

00:03:53: Einerseits wollen alle gerne auch viel empfehlen, was sie jetzt machen können.

00:03:59: Die werden aber zwischen Touren auch gewisse Sachen vorbereitet.

00:04:03: Sie haben mir den Opfelsack.

00:04:06: Ich bin vorbereitet mit allen Medikamenten für Notfallsituationen und den Opfalplanausdruck, der ich gestern zum Abendgespartner überarbeitet und geschrieben habe.

00:04:18: Hier besprechen wir jetzt zu einer Patientin, ob das so für sie stimmt bezüglich Vorgaben in einer Krisensituation.

00:04:27: Tatsache aber ist, man kann noch so viel planen – aber in dem mobilen Palliativkehr braucht es unglaublich viel Flexibilität!

00:04:37: Ist das jetzt ein normaler Tag für dich?

00:04:40: Ja, es fängt an so an, dass es schon mal anders ist als man gedacht hätte.

00:04:46: Weil über Nacht einiges passiert und dann muss man das Programm immer wieder umstellen, anpassen.

00:04:55: Also der Hausbesuch, den wir noch schnell machen,

00:04:58: war

00:04:59: nicht geplant.

00:05:00: Aber bei diesen Schwerkrankleuten passieren immer Dinge, die man nicht gerade mitrechnet!

00:05:08: Der erste Besuch macht den Arzt an dem Morgen bei einem Patient im Plagheim, der in der Nacht gestorben ist.

00:05:14: Der Mann wurde vom Palliativteam unter Andreas Weber betreut worden – in enger Zusammenarbeit mit dem Plaghelm Personal.

00:05:23: Ein Idealfall aber auch ein Ausnahm, weil noch nicht alle Plagheime mit spezialisierten Palliative Care Teams zusammenarbeiten.

00:05:32: Wir steigen ins Auto und sitzen im Andreas Weber-Simm alten dunkelblauen BMW Gabriolet.

00:05:43: Das Dach ist an diesem Tag allerdings zu, weil es regnet.

00:05:47: Auf der Fahrt des Flaggeheims habe ich die Zeit schon mal ein paar Fragen zu stellen.

00:05:52: Wie nimmst du dir das in den Flaggenheimen?

00:05:54: Dort sind ja viele Leute, die potenziell betroffen

00:05:59: sind oder auf einen Haufen.

00:06:03: Ja ... In den Flaggheimen wird dann einfach ... Es ist schon ein Zettel ausgeteilt, das Formular zur Patientenfügung.

00:06:11: Man fragt sich eine.

00:06:13: Wenn man so eine hat, leitet man sie irgendwo ab.

00:06:17: Es wird nicht geprüft, was dort drin steht.

00:06:21: Es werden auch selten verstanden, was drin steht und es wird vor allem nicht überprüft, ob das immer noch stimmt.

00:06:30: Und es wird keine Beratung von ausbildenden Fachleuten anboten zur Klärung des Vorgangs in einer lebensbedrohlichen Krisensituation.

00:06:42: Das braucht eine Ausbildung, um ein Gespräch zu führen und gemeinsam mit den Angehörigen festzulegen wie man vorgehen soll, wenn eine Krise kommt – und alle Leute in der Pflegeheim.

00:06:55: sind Kandidaten für solche Situationen.

00:06:58: Das ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sie am Boden liegen und stürzen oder ein Schlägel in den Händen entzündet.

00:07:07: Und dann ist es in der wenigsten Fall klar besprochen, wie man vorgehen soll – das ist ein Sein.

00:07:18: Klar ist, dass ein Patient jetzt nicht mehr lange leben will oder vielleicht sogar froh wäre, bald sterben zu können.

00:07:24: Das sind ja fast mehr als die Hälfte der Menschen in diesen Plägen heim, die nach einem ausführlichen Gespräch das eigentlich so formulieren wollen.

00:07:36: Nicht nur weil sie sterben, aber auch weil es ihnen wichtig ist, langzuleben.

00:07:40: Oder dann sagen sie die Angehörigen, wenn es der Patient selbst nicht mehr kann.

00:07:47: Und bei diesen Situationen, in denen man sagt, das Ziel ist nicht, diese Leute am Leben zu halten und das Ziel aber ist, dass man nichts leiden muss.

00:07:56: Das sagen natürlich alle an dem Lebensende.

00:07:58: Dann braucht's auch einen Opferlplan.

00:08:00: Die Medikamente müssen schon verordnet sein, wo man so krische Situationen geben kann.

00:08:05: Weil die wollen aufzutreiben, am Boden leiden oder so.

00:08:10: Das ist nicht möglich, oder?

00:08:11: Und dann werden eben heute häufig die Leute halt wieder ins Spital gebracht und dann wird noch ein Haufen gemacht bis man merkt dass das vielleicht gar nicht der Wünscht ist.

00:08:21: aber in den Krisensituationen kann man denn das nicht oder in den Opfelsituationen haben wir das nicht erst besprechen, also muss man im Voraus besprechen und das ist in den meisten Plägen heim nicht klar festgehalten wie man es will vorgehen.

00:08:35: Die spezialisierte Palliativkehrspitex-Zwezzicke hat zwar schon viel Erfahrung mit den Flaggeheimen, aber Andreas Weber sieht immer noch grosse Lücken.

00:08:45: Das Thema Sterben wird auch dort gern ausblenden, was eigentlich ganz nahe wäre.

00:08:53: Wir haben bei diesen Leuten, die wir involviert sind, das Gespräch führen können und unsere Leute ausbilden.

00:09:02: Aber bei allen anderen können wir das nicht auch nachführen.

00:09:05: Das braucht extra ausbildende Leute, die in den Pflegeheimen zur Verfügung stehen und es braucht eine Finanzierung für diese Beratung.

00:09:13: Also das wäre mal ein Anfang oder?

00:09:15: Wobei es ja wünschenswert wäre, wenn dieses Thema heute die ganze Bevölkerung herausgehalten würde – jetzt nicht nur zu den Alten, die schon krank sind!

00:09:26: Ja, ich denke dort ist wirklich der grösste Handlungsbedarf.

00:09:29: Wenn man es bei den anderen auch noch einmal besprechen kann – noch besser!

00:09:33: Aber ich denke wir sollten mal primär dort, wo das grosse Handlungs- bedarf ist anfangen und dort sollte man diese Gespräche eigentlich anbieten.

00:09:42: So jetzt sind wir hier?

00:09:44: Jetzt gehen wir zu einem Patienten, der heute Nacht gestorben ist.

00:09:49: Die Heimärzte sind heute nicht da und es muss ein Arzt vorbei.

00:09:52: Und weil wir das schon kennen, gehen wir gleich selber vorbei.

00:09:55: Wir laufen durch den Eingang und in den Lift.

00:10:03: Dann nimmt uns die zuständige Pflegefachmah im Pflegeheim

00:10:06: in Empfang.

00:10:07: Geht's dir mal?

00:10:08: Raffi!

00:10:08: Ah, raffi... Gut, super Freude.

00:10:12: Der Pflegefachmah bringt Andreas Weber ins Zimmer, wo der tote Leid.

00:10:30: Nach einem Weile kommt der Arzt wieder raus.

00:10:32: Kannst du mir noch schnell sagen, was du jetzt gemacht hast?

00:10:38: Ich muss sicher in Todeszeichen suchen, die ich auch gefunden habe.

00:10:46: Respektiv, diese müssen wir feststellen und halten, um eine ärztliche Todesbefeinigung auszustellen zu können.

00:10:54: Man muss ja hundertprozent sicher sein, dass jemand gestorben

00:10:59: ist.

00:11:00: Und was

00:11:01: macht man da?

00:11:01: Die ganz sicheren Todeszeichnen sind Totenstare.

00:11:10: Totenflecken.

00:11:13: Das Team im Fleckheim hat bei diesem Patient in seiner letzten Lebensphase viel selber machen können, damit der Mann nicht hat müssen leiden.

00:11:25: Für euch war das hilfreich.

00:11:26: und noch ein paar Planen zu haben?

00:11:28: Extrem, extrem!

00:11:30: Weil wir halt im Altersheim nicht so gleich wie im Spital, wo wir die ganze Zeit Ärzte umhaben, sondern ... Ein bisschen selbst

00:11:37: oder

00:11:38: anders als intervieren,

00:11:42: wenn wir einen

00:11:44: solchen Plan haben Wenn wir die Symptome hier haben, können wir eine korrekte Intervenierung in Absprache mit einem Palliativteam ... Ja.

00:11:51: Okay, ich denke extrem.

00:11:58: Palliativkehr kann viel, sagt Andreas Weber auf dem Weg im Auto zu der nächsten Patientin.

00:12:05: Aber der Tod bleibt ein tiefen Einschnitt.

00:12:09: Natürlich wird sicher das

00:12:11: Leben abschliessen immer schwieriger.

00:12:16: Situation sein für jeden Mensch, der damit konfrontiert ist.

00:12:20: Ich bin überzeugt.

00:12:22: Es ist nach wie vor ... Man kann sich das gar nicht vorstellen, dass man nicht mehr existiert.

00:12:32: Das tut es mich.

00:12:34: Solange man sich das vorstellt, ich existiere ja nicht mehr.

00:12:39: die Grundhaltung auch im Gesundheitswesen.

00:12:41: Ja, zuerst mal einfach alle Leben retten und alles machen was man kann.

00:12:45: Die sollten wir einfach hinterfragen.

00:12:47: Ich glaube, wir haben in der Medizin unendlich viel und immer mehr unglaublich faszinierende Therapieoptionen.

00:12:56: aber wir sollten vielmehr lehren, die dort einsetzen, wo es wirklich nochmal eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität zu bringen und nicht einfach prinzipiell überall, wo man es einzusetzen kann.

00:13:10: Ich glaube da müssen wir von ärztlichen Seiten viel mehr lernen auch kommunizieren mit den Patienten was bringt, positiven oder negativen das probieren verständlich zu erklären vielleicht einmal grafisch zu erklären mit Darstellungen bezüglich zum Beispiel über Lebenskurven.

00:13:34: Wie ändert sich die, wenn man das jetzt macht oder nicht macht?

00:13:38: Das sind Seine, die ich denke extrem wichtig wären.

00:13:40: Und das andere ist wahrscheinlich

00:13:43: auch

00:13:43: eher auf den spirituellen Ebenein, dass Menschen nicht nur sich damit auseinander setzen sondern sie auch probieren, irgendwo eine innere Kraft zu finden um herauszufinden was ihnen helfen kann um irgendwie das Leben zu

00:14:02: verlassen.

00:14:06: Balea Viva arbeiten eng mit dem Palliativkehrteam von Andreas Weber in Zürich Oberland zusammen.

00:14:12: Am Wochenende wechseln sich Pfleckfachpersonen mit Piccadine-Stopp und das Ärzteteam unter.

00:14:18: Andreas Weber macht sogenannte Hintergrunddienst für Baleaviva.

00:14:24: Das heisst, sie sind hier für komplexe medizinische Fragen wenn es um Patientinnen und Patienten geht die im Gebiet der Rechts-Zürichseeufer und Pfannenstil wohnen.

00:14:39: Weil das GZO-Team seinen Stützpunkt beim Spital Wetzigen hat, sind es ganz nahe dort angebunden.

00:14:47: Sobald die Fleckfachleute – also auch als Ärzte-Team – machen sogenannte Konsiliardienst im Spital, also Visiten auf der einzelnen Abteilung.

00:14:57: Sie haben eine beratende Funktion für Spezialistinnen und Spezialisten z.B.

00:15:02: von der Onkologie, der inneren Medizin, der Kardiologie oder auch der Gynecologie.

00:15:11: Manche Patientinnen und Patienten leert das Team darum, im Spital zu kennen.

00:15:16: Und begleitet dann die Austrittsplanung.

00:15:20: Andreas Weber kommt auf seiner Tour mit seinem Auto ziemlich weit in Zürich-Oberland herum.

00:15:26: Der Regen tröpfelt weiterhin aufs Dach vom Cabriolet.

00:15:29: Ich merke, dass ich mit ihr Züricher Oberland

00:15:33: kennen lerne.

00:15:35: Wo gehen wir

00:15:35: jetzt?

00:15:36: Das ist eine Patientin, die schon mehrmals im Spinal war immer weiter.

00:15:42: mit der Multiplesklerose.

00:15:47: Auch hier geht es jetzt, dass ich mir von den Stationsärztin bezogen wurde, weil man sich nur fragt, muss das jedes Mal eine Spitalie-Wiese sein?

00:15:59: Wir haben uns im Konziliardienst in die erste Gespräche geführt und haben aber auch gemerkt, es ist für sie recht schwierig zu entscheiden wie wir bei der nächsten Kreisensäule vorgehen.

00:16:12: im schweren Krankheit, in einem recht vorgeschrittenen Stadion, wo eine Krise mit Sicherheit wieder kommen wird.

00:16:20: Und was man jetzt festhalten muss ist das ihr im Sinn, dass sie wieder ins Spital nimmt bei der nächsten Krise.

00:16:29: und die Frage natürlich nicht nur ist das ein Wünsch vom Patienten sondern kann man tatsächlich auch mehr machen als zu Hause.

00:16:37: Es gibt häufig Situationen in vorgeschrittenen Krankheiten, die man hier nur noch leiden und grundsätzlich nicht mehr bekämpfen kann.

00:16:48: Also ihre MS-Kammer.

00:16:50: Sobald ich das verstehe, kann es wahrscheinlich keine Saale verbessern.

00:16:55: Aber

00:16:55: z.B.,

00:16:56: da kann man lindern und alles

00:16:58: machen.

00:17:02: Der Arzt parkiert ein Auto vorm Haus der Patientin.

00:17:06: Ihr Mann macht Türen auf.

00:17:08: Guten

00:17:08: Morgen!

00:17:08: Grüezi.

00:17:11: Werden

00:17:12: Sie mich an?

00:17:13: Ich freue mich, ich komme gleich nach Hause.

00:17:22: Wir sitzen in der Stubernante.

00:17:24: Andreas Weber hat ein Papiersack mit den Opfalmedikamenten und einen Plan, wie man sich einsetzen kann dabei.

00:17:31: Die Patientin sitzt im Rollstuhl dazu.

00:17:35: Mein Ziel wäre eigentlich, dass wir miteinander den Opfalsplan besprechen würden.

00:17:40: Sie sind jetzt vor Kurzem ... Wie viele Mal waren Sie in diesem Jahr im Spital?

00:17:48: Wissen Sie das noch?

00:17:50: Danke.

00:17:50: Ich kann ein paar Spallen erzählen, was ich für viermal ... Viermal mit den Februarischen Wächerlohnentzündung war.

00:18:01: Und dann der erste und zweite Mai, weil es so schlecht ging.

00:18:05: Es wurde bewusstlos am Tisch, am ersten Mai.

00:18:09: Und am drissigsten Aprilis-Lag.

00:18:15: Dann kamen wir wieder am Nachhensabend.

00:18:19: Am anderen Tag waren sie wieder bewusstlos zusammengebrochen, um sich mit Streicheln und Kleubern zu kreifen.

00:18:29: Und dann haben die Anbalanzen in den Spital eingewiesen.

00:18:34: Andreas Weber hat Patientin im Spital noch nicht selber kennengelernt.

00:18:39: Er fragte genau nach Symptome und misste den Blutdruck.

00:18:44: Und danach ... geht es ums Wesentlichen bei diesem Besuch.

00:18:48: Auszufinden, wie die Patientin ihre Lebensqualität einschätzt und was sie noch will, wenn's zu Hause wieder zu einer Krise kommt?

00:18:58: Ich

00:18:59: komme immer darauf an mit Wämmelvergleich.

00:19:01: Aber ich bin eigentlich so ... Ich muss sich

00:19:05: froh sein, dass das so geht!

00:19:06: Ja... Darum auch, wenn es wieder etwas wäre, dass wir dieses Spital in den Kauf nehmen würden.

00:19:14: Jetzt ist die Frage, wie weit man dort gehen würde.

00:19:19: Wenn es so eine Krise wäre ... Wir nehmen zum Beispiel eine Lungenentzündung.

00:19:23: Ich hoffe nicht, dass das wiederkommt.

00:19:27: Aber Sie haben sie gehabt im Februar?

00:19:30: Ja.

00:19:32: Wenn so etwas wäre, dann hätten wir verschiedene Möglichkeiten.

00:19:37: Man kann natürlich auch mal Antibiotika geben.

00:19:39: Ich weiss nicht, was das hier überhaupt probiert hat.

00:19:41: Kann z.B.

00:19:42: Antibiatik zu Hause geben?

00:19:45: In vielen Fällen wirkt das schon.

00:19:48: Man kann aber auch, wenn es nicht genug wird, im Spital zu wirken.

00:19:54: Jetzt intravenös und hat man bessere Chancen, dass man die wieder in den Griff bekommt.

00:20:00: Und dann kommt natürlich in einer schwerer Lungenentzündung diese Frage, ob man sogar eine künstliche Beatmung noch auf sich nimmt.

00:20:08: Eine künstlige Beatmung ist eine Intensivstation halt.

00:20:14: Wo man ehrlicherweise sagen muss, wenn das nötig ist, dann ist es schon mal ein Stück gravierender Entzündung und entsprechend auch die Chance, dass man dort einen Risiko hat.

00:20:26: Dass es nicht gut kommt wird natürlich grösser, wenn es so schwer ist.

00:20:31: Der Palliativarzt tastet sich im Gespräch säuferlich an diese Themen ohne.

00:20:36: Er weiss, dass sie für viele Leute heikel sind um darüber nachdenken und besprechen.

00:20:42: Man kann aber auch sagen, dass es so weit wirklich gar nicht geht.

00:20:48: Wenn man es so schli mischt, dann würde ich einfach schauen, ob er nicht muss leiden.

00:20:53: Das ist etwas, das man immer kann.

00:20:55: Dass man sagt, dass man das Leiden bekämpft.

00:20:58: Aber dann ist es halt so weit und dann gehe ich dann ... Man kann die Grenzen natürlich schon ersetzen.

00:21:04: Man muss nicht auf eine solche Intensivstationen.

00:21:08: Die Patientin sagt schließlich Sie würde es grundsätzlich in Kauf nehmen, noch einmal ins Spital gebraucht zu werden.

00:21:15: Man merkt, dass sie Mühe hat sich festzulegen.

00:21:18: Schliesslich wird zusammen mit Ehemann entschieden, dass er nicht mehr auf eine Intensivstation kämmt und der Ehemmann unterschreibt die Verfügung.

00:21:27: Dass ein Entscheid trafen wird ist wichtig, weil man im Nobfall keine Zeit hat zum Vorgarten diskutieren kann.

00:21:36: Wir verabschieden uns und fahren das Haus weiter.

00:21:40: Ein Haus, das zuerst ziemlich gespengst ist, wirkt.

00:21:44: Andreas Weber leutet.

00:21:46: Es passiert nichts und wagt sich vorsichtig vor ... Hallo?

00:21:50: ... riecht nach dem Patient, den er besucht hat und geht dann die Stäge auf.

00:21:58: Erst nach längerer Suche findet der Arzt ein Zimmer im hinteren Teil des Hauses, wo der Patient im Bett liegt.

00:22:05: Er ist wach, scheint aber verwirrt sein und kann nicht reden.

00:22:08: Eine Mitarbeiterin der Spitex-Kunde, die den Patienten kennt.

00:22:14: Andreas Weber bespricht sich mit ihr.

00:22:18: Bevor er entscheiden kann, ob der Patient z.B.

00:22:21: im Spital besser aufgekommen wäre, will er sich mit seinem Team besprechen.

00:22:26: Das macht er nach dem Mittag zurück in den Büro beim Spital zu witzigen.

00:22:31: Wer kennt ihn?

00:22:31: Welcher war schon mal da?

00:22:37: Der ist ... Jetzt mehr oder weniger nicht mehr vollkommen klar.

00:22:43: Du hast keine Ahnung über etwas Begriffs, was man sagt?

00:22:48: Macht dem Gespräch ist klar, dass der Patient ganz klar entschieden hat, dass er bis zum letzten Wunsch zu Hause bleiben will – auch wenn er alleine ist.

00:22:57: Das Boliativ-Team kann ihm das ermöglichen.

00:23:02: Sie besprechen wie sie mit Schmerztherapie verbessern können.

00:23:10: An diesem Nachmittag macht Andreas Weber, wie jeden Tag zusammen mit einer Pflegefachfrau aus seinem Team ein Visiten bei allen palliativ Patientinnen und Patienten im Spital.

00:23:21: Er tauscht sich mit den Stationsärztinnen und Ärzten aus – es geht auch nicht immer ums Sterben.

00:23:28: In manchem Fall geht's darum.

00:23:31: Auf Ende wird die Spitalentlassung geplant und man kann sicherstellen, dass es den Betroffenen zu Hause trotz unheilbarer Krankheit möglichst lange gut geht.

00:23:45: Andreas Weber ist heute der Sechzehn.

00:23:48: Er hat als Arzt ganz viel anders gemacht, bevor er sich auf Palliativkerr spezialisiert hat.

00:23:55: Er ist Facharzt für Anästhesie und Reanimation, war eine Zeit lang Rega Notarzt und hat ihm Gesundheitsmanagement geschaffen.

00:24:05: Konkret bei der Helsana und beim Ärztennetzwerk Medix.

00:24:09: Irgendwann wurde so viel, dass ich sagen musste, ich muss mich jetzt entscheiden, mache ich nur noch Palliativmedizin oder höre ich das wieder auf?

00:24:18: Dann habe ich mich entschieden, ich gehe ganz zurück in die Medizin, aber in Palliative-Medizin dann aus der Geschäftsleitung ausgestiegen.

00:24:27: Aber es ist ein ganz anderes Schaffen, oder?

00:24:31: Nimm ich jetzt mal an, auch wie die ganzen Nachbieten, wir hatten das voran davon, dass es ganz anders ist, Leute im Spital zu behandeln oder die Heine in den Stuben oder im Schlafzimmer.

00:24:46: Ja, es ist einfach eine ganz andere Dimension, die sich da auftut von den Patienten.

00:24:53: Wenn man sie im Spital sieht und nach Hause kommt, dann sieht man ihre Welt.

00:24:59: Man sieht, wo sie leben wie sie leben.

00:25:03: Man hat einen Ort der Gast dort bei ihnen, sie sind Chefin dort ... Die Job zu mir geht, es ist eine ganz andere Dynamik vom Verhältnis miteinander.

00:25:17: Aber für mich einfach faszinierend.

00:25:20: Wie verarbeitest du das?

00:25:22: Eine Sache, die einem nähergeht, braucht ein Fantil oder?

00:25:28: Ich glaube, was schon mal sehr viel hilft, ist der Ausdursch, den wir täglich haben.

00:25:35: Wenn auch etwas belastet ... und mit anderen darüber zu reden, ist etwas vom Wichtigsten.

00:25:41: Wie die Patienten heute Morgen waren, hat mich nicht emotional belastet, aber ich habe jetzt so sehr verwundert über diese Situation.

00:25:53: Ich hatte einfach Mühe, mit diesen Diagnosen zu sterben.

00:25:57: Aber in diesem Zustand oder, dass man gar nichts mehr probiert ... Nachdem ich uns mit dem Team reden konnte und die weiteren Unterlagen angeschaut haben, ist es mir eigentlich ... Ich fühle mich wieder gut in dieser Situation.

00:26:09: Und auch bei belastenden Situationen mit jungen Menschen oder schwierigen familiären Umfeld, glaube ich, der Austausch tut sehr gut.

00:26:19: Kannst du überhaupt abschalten?

00:26:20: Gibt es überhaupt Zeiten, wo dich das Thema nicht beschäftigt?

00:26:24: Oder brauchst du es gar nicht?

00:26:27: Ja ... Das ist schon eine Belastung über die Jahre jetzt, weil man halt ... Auch das Nachts-Telefon ist immer eingeschaltet.

00:26:37: Es kann jederzeit eine Ahnung kommen.

00:26:40: Was mir auch hilft, ist auf den Hausbesuch die Überlandfahrten.

00:26:44: Das ist im Zürich Oberland schön.

00:26:47: Wenn ich irgendwo über einen Hügelien fahre, halte ich häufig mal an und bin dann einfach ein wenig am Waldrand und suche etwas Ruhe.

00:26:59: Diese Möglichkeit hast du eben auch, weil du alleine unterwegs bist im Spital.

00:27:07: Das ist schon etwas schwieriger aber mit den Hausbesuchen hat man viele solche Gelegenheiten.

00:27:11: Nur schon auf die Fahrt fahren wir mit dem Cabriolet und einem offenen Dach, wenn es frische Luft gibt.

00:27:18: Da kann ich mich gut abschalten.

00:27:21: Ich habe es schon gesagt und gehört, was ich nicht gerne.

00:27:24: Andreas Weber ist im Pensionsalter.

00:27:27: Er lässt durchblicken, dass ihn das gedanklich schon beschäftigt und er ist auch der Art Strukturen für später aufzuleisen.

00:27:36: Aber auch das wird er säufelig machen.

00:27:39: Weil es für die Patientinnen und Patienten da sein kann und das Beste für sie zu machen – das ist ihm wichtig!

00:27:46: Und das gibt auch ihm etwas.

00:27:49: Sie können begleiten Der Wunscher fühlen, die die meisten Leute haben und in dieser vertrauten Umgebung sein können.

00:27:58: Das ist etwas, das auch sehr befriedigend ist und eine grosse Dankbarkeit immer spürt.

00:28:05: Ja, das ist das, was einem der Motivation gibt!

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