Barbara Brandenberg: Ein geschenktes Leben

Shownotes

«Mir geht es sehr gut. Meine Lebensqualität ist viel besser als vor der Transplantation.» Für Barbara Brandenberg war das Jahr 2025 ein Schicksalsjahr. Sie bekam eine halbe Lunge transplantiert. Vor der Transplantation konnte sie nur noch schwer atmen; ihre Lunge war durch eine Krankheit schwer angegriffen.

Während sie vor der Transplantation von Palliaviva begleitet wurde, braucht sie die Begleitung heute nicht mehr: Eine Geschichte mit Happy End – aber mit einer noch offenen Frage: Wird sich Barbara Brandenberg nochmals auf die Transplantationsliste setzen lassen, um die Chance auf eine zweite halbe Lunge zu erhalten?

Der Artikel zum Podcast: www.palliaviva.ch/blog

Teil 1 vom Mai 2024 – im Jahr vor der Transplantation («Ich merke, dass ich Frieden schliessen kann»): Link

Stichworte zu dieser Folge:

• Lymphangioleiomyomatose • Lungenkrankheit • Lungenerkrankung • Sauerstoff • Palliative Care • USZ • Swisstransplant • Universitätsspital Zürich • Transplantation • Lungentransplantation

Transkript anzeigen

00:00:11: Das letzte Jahr war für Barbara Brandenberg ganz besonder.

00:00:15: Sie bekam eine halbe Lunge transplantiert.

00:00:18: Heute geht es ihr viel besser als vorher.

00:00:23: Ich habe auch Tage, die ich nicht so mag.

00:00:25: Aber ich glaube, das gehört einfach zum Alltag.

00:00:28: Aber wieder zu schnufen und eigentlich alles, fast alles selbst machen können.

00:00:36: Das ist ein riesiger Unterschied.

00:00:37: Und ich habe sehr viel mehr Lebensqualität inzwischen.

00:00:41: Die Krankheit, die Barbara Brandenberg hat ist unheilbar.

00:00:45: Sie hat ihre Lungen angegriffen.

00:00:47: Es ist eine Krankheit in der Frauen können überkommen und sie ist hormonabhängig.

00:00:53: Barbara Brandeberg ist fünftig und hat die Menopause hinter sich.

00:00:58: Darum ist das Risiko klein, dass diese neue Lungenhälfte ebenfalls angegriffener wird.

00:01:04: Barbara brandenberg ist Küraden mit Besitzerin eines Gewaffersalons.

00:01:09: Sie ist vor der Transplantation von Pala Viva begleitet worden.

00:01:14: Es ging ihr so schlecht, dass sie schon damit gerechnet hat, nicht mehr langzuleben.

00:01:20: Das ist der Podcast von Paya Viva und ich bin die Rebecca Heffeli.

00:01:28: Im Pala-Viva-Podcast ist Barbara Brandenberg schon einmal vorkommen – vor der transplantation.

00:01:35: Jetzt bin ich wieder bei ihrem Zuhause, weil es viel passiert.

00:01:40: Wir haben im Frühling vor zwei Jahren, in dem wir den Podcast zusammen aufgenommen haben.

00:01:47: Und wer vielleicht da reinlässt, merkt, dass wir uns dort mal gesitzt haben.

00:01:51: Mittlerweile haben wir uns besser kennengelernt und sagen uns du.

00:01:55: Zu diesem Zeitpunkt, also im Frühlingsjahr, wo du gesagt hast, du hängest dir sehr gut überlegt aber eine Lungentransplantation kommt für dich nicht infrage.

00:02:09: Und das im Wissen, dass du nur durch eine Transplantation wieder eine bessere Lebensqualität haben könntest.

00:02:16: Wir lassen kurz rein in den Ausschnitt von dort zu mal.

00:02:20: Ich habe mich letztes Jahr im August oder September nicht entschlossen.

00:02:24: Es ist einfach aus mir rausgesprudelt.

00:02:26: Aber es ist irgendetwas passiert und es war mir einfach wie klar vor Augen.

00:02:32: Ich bin heimgekommen mit meinem Mann gesessen und sagte Rene ...

00:02:37: Ich

00:02:37: mag keine Transplantationen machen.

00:02:40: Ich

00:02:40: habe keine Energie mehr für das.

00:02:44: Das ist mir alles zu viel und wir haben beide gebrüht, aber es war auch gut, das einmal beim Namen zu nennen.

00:02:55: Dass ich einfach ... Ich mag das nicht, dass Risiko wieder reingehen und mit diesen Medikamenten leben und Verträge dann dienen.

00:03:04: und meine Operation, das ist ein Teil die X-Medikamente jeden Tag nehmen müssen.

00:03:13: Was ist das für ein Leben nachher?

00:03:14: Das, was man ganz klar sieht ... Es ist sehr anspruchsvolles Leben!

00:03:20: Der hat sich offensichtlich sehr viel getan.

00:03:22: Du bist heute der fünfte, und du bist eine der jüngeren Patientinnen, die Paliaviva begleitet

00:03:30: hat.

00:03:32: Inzwischen ist der Kontakt eigentlich so etwas resistiert.

00:03:36: Also im Moment brauchst du die Begleitung nicht mehr durch das spezialisierte Palliativkehr.

00:03:42: Zuerst vielleicht mal, wir kommen noch auf den sehr eindrücklichen Ausschnitt zurück.

00:03:48: Wie geht es dir heute nach dieser Transplantation?

00:03:52: Ja, mir geht es sehr gut!

00:03:54: Wenn ich mich hier gehöre... Es ist ein ganz anderes Leben.

00:03:58: Es wurde mir gerade bewusst, wie schwer es durch den Alltag war und heute ist es wirklich sehr viel besser.

00:04:07: Ich habe einfach mehr Lebensqualität inzwischen.

00:04:11: Ja ...

00:04:13: Das zeigt, was alles im Leben passieren kann oder wo man sich gar nicht so gedacht hat?

00:04:22: Ich brenne jetzt natürlich etwas darauf.

00:04:25: Was ist ... Der Grund war, oder vielleicht waren es mehrere Gründe, die zu diesem Gesinnungswandel geführt haben.

00:04:38: Ich habe diese Abklärung für Transplantation bereits im Vierzehn eingemacht und man hat einfach gesehen wie herausfordernd das wird.

00:04:49: Das hat mir sehr viel Respekt und auch Angst gegeben.

00:04:53: Also das ist einmal ein Thema gewesen?

00:04:54: Ja

00:04:55: natürlich nach den ... wo ich dann in beiden Lungen hatte.

00:05:01: Und die beiden Lunge mussten verkleben, da habe ich so eingeschränkt noch Atem gehabt oder zur Verfügung war das Urstoff und dann haben sie natürlich ganz klar gesagt, wir müssen über das Reden miteinander reden.

00:05:16: Oder wie stehen Sie zu dem?

00:05:19: Hier wird man vier-, fünfmal aufgeboten immer wieder mit einem anderen Arzt.

00:05:24: Es wird einem alles wieder erklärt, was das überhaupt heisst.

00:05:27: Und ich muss also schon sagen ... Die Ärzte tun einem das nicht unbedingt schönreden im Gegenteil.

00:05:34: Also wenn man hier lasst, denkt man, Jesus macht ja gar niemand und das ist auch noch heute so.

00:05:42: Leider war es dann in den Endi-Jahren auch noch bruschkrebsdiagnostiziert worden.

00:05:49: Dann war das Thema natürlich vom Tisch.

00:05:51: weil man nicht mit Krebszellen im Körper eine Transplantation vornehmen kann.

00:05:56: Das geht gar nicht.

00:05:57: Ich war ein Gesperr für fünf Jahre, und wenn ich sie ja so etwas erzählt habe ... Beim letzten Podcast bin ich einfach zu wenig kräftig gewesen, sei es körperlich oder auch psychisch.

00:06:10: Bin ich verwunderbar gewesen, sag ich jetzt mal.

00:06:15: Zu wenig stark, um wirklich das aushalten.

00:06:19: Und dann hat es aber ... Situationen gegeben, die mich Leute angesprochen haben.

00:06:26: Weil ich natürlich mit dem Sauerstoff unterwegs war.

00:06:29: Auch draussen mit den Mobilen habe ich mich Menschen angesprochen.

00:06:33: Und eine Situation war wirklich die Schlüsselstelle.

00:06:37: Wir waren hier in Ostsee und dort ist ein älterer Mann, die Strankkörper vermietet hat.

00:06:45: Er sagte mir, sie sind doch noch viel zu jung für das ...

00:06:50: Für den Sauerstoff umlaufen müssen?

00:06:51: Mit dem

00:06:52: Sauerstoffs müssen wir leben!

00:06:54: Da vorne sitzt eine Frau im Strandkorb, die hat ne neue Lunge.

00:07:01: Wollen sie mit ihr reden?

00:07:02: Und dann habe ich gesagt ... Oh nein Sie!

00:07:05: Lieber nicht!

00:07:07: Ich musste sagen, das ist nichts für mich.

00:07:10: Aber das hat mich natürlich gereicht beschäftigt und ich wusste, ich muss diese Türe noch mal aufmachen.

00:07:18: Ich muss es transplantieren und prüfen.

00:07:22: Ob das wirklich nütig ist für mich

00:07:25: Warum hast du plötzlich wieder das Gefühl gehabt?

00:07:27: Du hast es eigentlich zweimal vorhin schon verworfen.

00:07:31: Du hast jetzt gesagt, dass es in den Falle des Jahrhunderts war, wo dann der Bruschkrebs gekommen ist und auch nachher wieder im Betracht gezogen wurde, bei dem man für neue Lungen geleistet werden konnte.

00:07:45: Das war zu diesem Zeitpunkt, an dem wir vorhin den Ausschnitt gehört haben.

00:07:49: Da hat man ganz klar gesagt, nein, kommt für mich nicht infrage.

00:07:53: Was ist in deinem Kopf passiert, dass du plötzlich gefunden hast?

00:07:57: Doch.

00:07:58: Die Schlüsselstelle war bestimmt dann, wenn ich nach Hause komme von diesen Ferien.

00:08:02: Ein paar Wochen später sind wir in Seal City, im Shopping-Zentern und ich habe dort die Toilette gesucht mit dem Lift zu kommen.

00:08:14: Und ich habe einfach den Lift nicht gefunden.

00:08:16: Dann ist da eine Frau, die etwas montiert hat.

00:08:21: Ich habe sie gefragt ob sie mir sagen können, welchen Lift ich sauge.

00:08:27: Sie sagte sofort, komm, ich helfe dir!

00:08:29: Komm grad mit!

00:08:31: Sie kam mit mir in den Lift und hat mich angeschaut und gesagt, was hast du für eine Lungenkrankheit?

00:08:37: Und ich dachte, wow, die ist auch noch gerade spontan.

00:08:42: Dann habe ich gesagt, ja, ich habe das und das ... Ich habe dann aber schon gemerkt, diese Frau kennt sich aus oder fragt.

00:08:48: Sonst fragt niemand so direkt.

00:08:50: Ja, mutig sage ich jetzt.

00:08:53: Sie hat mir verratet, dass ihre Ex-Freund auch, die im Sauerstoff war, ein tolles Leben hatte.

00:09:02: Dem ging ich so gut, dem wie der Sport und alles.

00:09:05: Dann habe ich sofort geblockt und gesagt, nein!

00:09:08: Das Thema habe ich adakt angelegt, das ist für mich gelaufen.

00:09:13: Und diese Frau hat einfach nicht lookgelassen.

00:09:15: Die sagte, nein, tut er das bitte noch mal überlegen?

00:09:20: Er hat so einen guten Leben ... Wir haben dann noch etwa zehn Minuten geschwätzt und irgendwann habe ich gesagt, jetzt muss ich gehen.

00:09:28: Der Akku ist irgendwo leer oder von dem Sauerstoff gerät.

00:09:32: Und als ich ging, war sie auf der Leiter oben und rief einfach so, tschüss!

00:09:39: Sie hat da etwas montiert?

00:09:40: Ja, sie hat es geschafft.

00:09:42: Dann kam sie von der Leitern und sagte, das Gespräch hat mich so berührt mit dir.

00:09:48: Kann ich dir bitte die Telefonnummer geben von meinem Ex-Freund?

00:09:53: Und dann, ich weiss nicht genau, habe ich schon im ersten Podcast erzählt, dass ich durch die ganze Krankheitsgeschichte Gläubig geworden bin.

00:10:01: Dann habe ich so ein bisschen Himmel aufregelt und fand ... Ja!

00:10:04: Ich kann es jetzt verstanden.

00:10:06: Es war für mich wirklich ein Wink von Gott, als er sagte, komm, gehe mal einen Schrieb fühlen.

00:10:13: Du nicht immer ablücken oder?

00:10:16: Und dann gab sie mir die Telefonnummer und ich habe mit dem ... Man telefonierte ein wenig später und dachte, er würde mir auch sagen, dass es schwierig ist und nicht so einfach ist.

00:10:30: Aber nein, das war ganz anders!

00:10:32: Er hat noch geschwängt.

00:10:33: Er sagte, das sei viel besser.

00:10:36: Dann sagte er zu mir, Barbara konzentriert dich doch nicht immer auf das Negativen.

00:10:42: Schau mal an, was du alles wieder kannst

00:10:43: nachher.

00:10:45: Du kannst wieder Skifahren oder Sport machen.

00:10:49: Er ist ein Extremsportler Im Moment, also der ist wahnsinnig unterwegs.

00:10:55: Und er hat mir recht Mühe gemacht wirklich, sodass ich nachdenkt habe, wow soll ich das wirklich machen?

00:11:06: Und kurz darauf runter bin ich bei uns daheim.

00:11:10: Das Richtige war die Posten.

00:11:12: Ich treffe eine ehemalige Kollegin oder eine Kollegin, die hat mich noch nie mit Zustoff gesehen.

00:11:17: und dann sagt sie einfach so Weisst du Barbara, wir haben ja jemand Im Freundeskreis hat jetzt gerade ganz frische Lungen transplantiert.

00:11:26: Dem geht es super!

00:11:28: Also ist noch mal jemand dazugekommen, das sind auch die drei Geschichten?

00:11:31: Ja.

00:11:33: Ich sage, wieso ... Es sind so etwas für mich Engel, wo wir in den Weg gekommen sind oder auf meinen Weg gekommen waren und mich einfach nochmal wirklich wachrütten wollen.

00:11:45: Und ich hatte eine so gute Gespräche mit diesen betroffenen Leuten.

00:11:52: Demjenige auch telefoniert.

00:11:54: Wir haben eineinhalb Stunden geredet, wenn wir beste Freunde wären und das hat schon Mut gemacht.

00:12:00: Und ich kann mich wirklich überlegen ... Hey!

00:12:05: Ich glaube, ich muss hier zwei-drei Schritte dafür gehen und muss jetzt wirklich anschauen.

00:12:12: Darf ich noch schnell fragen, wie du überhaupt zur Transplantation gestanden bist?

00:12:17: Vielleicht auch früher?

00:12:19: Diese Kranke, die hast du ja nicht seit Geburt, sondern diese wurde irgendwie mit Vierzehn oder so diagnostiziert.

00:12:27: Man hat aber gewusst, sie schreitet fort und wenn man nichts macht dann führt sie über kurze Erinnerung wahrscheinlich also über Lang zum Tod.

00:12:36: Du hast dich auch sehr miteinander gesetzt.

00:12:40: Was war deine Haltung grundsätzlich zu Transplantationen?

00:12:47: Meine Einstellung war ganz unverständlich.

00:12:52: Schon als junge Frau treibte ich einen Spenderausweis auf mich, weil ich in jungen Jahren ein guter Freund verlor unter dem Unglück.

00:13:06: Ich war am Nachmittag noch mit ihm am Schwimmen.

00:13:10: Wir haben erzählt und am nächsten Morgen war er tot.

00:13:14: Das hat für mich so keinen Sinn gemacht!

00:13:19: Irgendwie hat mich das animiert.

00:13:21: Ich kann es nicht sagen, aber für mich war es einfach klar, wenn ich durch einen Umfall oder was immer sterben müsste, dann ist es schön zu wissen, dass sich vielleicht vier bis fünf anderen Menschen ein besseres Leben schenken könnte.

00:13:40: Und für mich ist das nie ... Das war ein wahnsinniges Thema.

00:13:45: Es war für mich fast eine Selbstverständlichkeit, dass ich an anderen Menschen meine Organe geben würde.

00:13:53: Das haben auch alle gewisse in unserer Familie.

00:13:55: Meine Schwester ist natürlich auch im Pflegebereich tätig.

00:13:59: Auch von sie war das klar.

00:14:01: Sie hat immer einen Ausweis auf sich getragen.

00:14:05: Und für mich ist es gar nicht so eine Wahnsinnsgeschichte.

00:14:11: eine Transplantation.

00:14:13: Also umgekehrt, auf die anderen Seite?

00:14:15: Umgekehrte!

00:14:16: Und darum konnte ich auch gut annehmen.

00:14:18: Ich konnte sowieso sehr gut anziehen.

00:14:21: Ich kann gut Hilfe annehmen und ... Ähm... Ich hatte aber schon einen Moment, in dem ich das alles geplant habe oder so mein Leben geplant hat, die Transplantationsplanung geworden ist.

00:14:36: Ich hatte also schon einen moment, den ich gedacht habe Wie schräg ist, dass ich mein Leben plane und jemand anders verliert es?

00:14:46: Das hat mich schon einen Moment wegemacht.

00:14:52: V.a.

00:14:53: fürs Umfeld für seine Angehörigen oder ihre Angehörung.

00:14:58: Ich habe das Gefühl, oh je, das wird ganz schwierig.

00:15:02: Du hast gesagt, dass du eine sehr gute Lebensqualität hast, nicht zu vergleichen mit der Fordentransplantation.

00:15:10: Du hast mir, wo ich kam, eine Maske gegeben.

00:15:13: Das haben wir so abgemacht und wir sitzen dort etwas versetzt am Tisch.

00:15:18: Wie fest musst du jetzt aufpassen im Alltag, dass du nichts verwitschst?

00:15:23: Weil ... Ich weiss, bei einer solchen Transplantation tut man ja nachher ein Immunsystem quasi runterfahren, wenn die Kommentöse damit der Körper die Lunge nicht abstoßen.

00:15:35: Das ist ganz vereinfacht gesagt!

00:15:37: Aber was heisst das im Alltag?

00:15:40: Ja, das ist wirklich ein Punkt, der mich am meisten einschränkt.

00:15:44: Für mich im Alltag heisst es wirklich, dass ich mich zurücknehmen muss und aufpassen muss.

00:15:50: Ich habe leider auch schon zweimal Goibchen gewünscht letztes Sommer hintereinander.

00:15:55: Ich war während etwa vier Monaten positiv.

00:15:58: Das war nicht so tragisch.

00:16:00: Es hat mich Gott sei Dank nicht so fest beeinflusst oder geschwächt.

00:16:07: Aber ... Es wurde mir klar, wie schnell man sich anstecken oder investieren kann.

00:16:16: Beides ist frussenpassiert und in der Sommer-Saison.

00:16:22: Man denkt nicht, dass man sich etwas auflässt, wenn niemand nüsst oder schnütert.

00:16:29: Und dass mich schützen, ist wirklich das.

00:16:32: Ich nehme mich aus, auch mein Mann nimmt sich raus, damit er nichts fürwünscht.

00:16:36: Wir gehen nie in einem Restaurant.

00:16:43: Vielleicht spontan?

00:16:44: Wenn man sieht, hier hinten hat es gar keine Leute, dann nehmen wir mal den Kaffee.

00:16:49: Das ist wirklich ein grosser Punkt, bei dem ich fest aufschauen kann, weil ich gleich ins Spital mit Covid müssen.

00:16:57: Und die Werte sind dann schaurig durch den Anken.

00:16:59: Ich muss zwölf Tage im Spital bleiben.

00:17:03: Es ist halt schon ein schönes Leben, wenn man wieder so vieles kann.

00:17:09: Gefühlsmässig!

00:17:10: Aber es ist kein gesundes Leben.

00:17:13: Sag noch schnell, was du wieder magst, ihm vergleichen zuvor anzunehmen?

00:17:17: Ja ich mag vieles.

00:17:18: Also ich mag erstens hier ganz normale Alltag sehr gut machen ... Ich stehe auf, ich kann meine Ritualen morgen.

00:17:30: Das ist früher nur mit Hilfe gegangen.

00:17:34: Dann habe ich meist etwas los.

00:17:35: Ich gehe spazieren und gehen laufen.

00:17:38: Also spaziere eigentlich so schnell wie möglich zu trainieren, die Lungen fordern.

00:17:45: Dann gehe ich zwei bis drei Mal in der Woche ins medizinische Training.

00:17:49: Das muss ich also auch machen.

00:17:51: Also eine Art Krafttraining?

00:17:53: Ja,

00:17:53: Krafttrainen und Muskeln aufbauen wieder.

00:17:57: Beweglichkeit, Beipalten ... Ähm ja, ich mag den Alltag supermachen!

00:18:05: Ich gehe jetzt wieder ins Geschäft.

00:18:06: Ähm, ich lege vielleicht einmal kurz ein bisschen heran oder so... Und dann geht es weiter bis am Abend, am zehn in den Elfen.

00:18:15: Da bin ich wieder ins Bett gegangen und bin aber auch nicht erledigt.

00:18:21: Das ist ein normaler Alltag, würde ich sagen.

00:18:23: Was ich merke, wenn sie z.B.

00:18:25: bei Berge aufgeht, das merke ich schon.

00:18:27: Ich habe wirklich nur die halbe Lunge.

00:18:30: Es ist eine Einschränkung, das ist so.

00:18:34: Hier gehen wir vielleicht noch darauf hin, warum man sich nur eine halbe überkommt.

00:18:39: Aber sonst ist das kämpferlich.

00:18:41: Ich mag sehr gut!

00:18:42: Wirklich, ja.

00:18:44: Du hast dich also dann entschieden doch nochmal die Abklärungen zu machen und dich wenn das gut aussieht und es Liste zu lassen.

00:18:54: Was hat das alles bedeutet?

00:18:56: Was sind das für Abklärungen gewesen?

00:18:59: Hätte ich das mitgenommen oder ist das ein Licht gefallen?

00:19:02: Hast du zwifelt wie dazwischen dir das war?

00:19:05: Ja, ich bin im Februar letztes Jahr.

00:19:07: Ich bin für zehn Tage, zwölf Tage.

00:19:12: bin ich ins WSZ.

00:19:15: Ohne Spitalzürich?

00:19:17: Genau, und das sind jenste Abklärungen am Test gemacht worden.

00:19:23: Ich kann nicht sagen wie viel, aber es war sehr, sehr streng.

00:19:26: Das ist wirklich etwas, was man über sich gehen muss ... Aber natürlich zur Sicherheit, dass man alles prüft.

00:19:37: Jeder Organ wird angeschaut.

00:19:40: Man muss zum Zahnarzt.

00:19:42: Also, man schaut die Blutgefäße an.

00:19:44: Man schaut die Coronarenherzgefässe an.

00:19:47: Wir kommen Bilder über jeneste Bilder von CTs mit Kontrastmittel, wo man wirklich eine sehr gute Bildgebung hat der Organ und der Gefäße.

00:20:04: Ja es ist einfach wahnsinnig viel!

00:20:07: Ich hätte mir nie vorgestellt dass das so streng und so anspruchsvoll wird.

00:20:12: Du warst von A bis Z durchgetestet, mit dem Ziel ...

00:20:19: Dass ich geleistet werden

00:20:20: kann.

00:20:21: Damit du perfekte oder gute Voraussetzungen hast.

00:20:25: überhaupt zum Operationhebelleben?

00:20:28: Ja, genau.

00:20:29: Für die Operation und auch für den Erfolg der Nachher.

00:20:37: Und es hat immer gekeissen.

00:20:39: Jeden Abend kam das Stationsarzt.

00:20:42: Frau Brandenberg, es sieht gut aus.

00:20:46: Sie hat mir schon sehr hoffnungen gemacht, wo ich noch im Spital war, aber sie sagte, dass sie zusammen sitzen.

00:20:52: Also all diese verschiedenen Urgen und Neumologen, Mediziner ... Und natürlich muss man auch ein psychologisches Gutachten machen wie stark das Psychen ist im Moment.

00:21:04: Wenn man sehr labial ist, fühlt sich dort auf den Zahn.

00:21:09: Mir ging sie inzwischen wirklich wieder viel besser.

00:21:14: Die haben mir relativ schnell Bescheid gegeben, sagte Frau Brandenberg.

00:21:18: Es sieht gut aus, wenn sie will.

00:21:20: Dann müssen wir sie liest.

00:21:22: Ich habe gemerkt nach diesen zehn Tagen war ich so mit genug, dass ich gesagt habe, ich brauche Pausen.

00:21:30: Und dann fanden wir ganz schnell gerade eine Wohnung im Dessin für ein Wochen.

00:21:36: Das ist mein Dessint und es war das schönste Wetter.

00:21:41: Sag noch schnell, meine Frage voran.

00:21:44: Hat es Zweifel gegeben in dieser Phase?

00:21:46: Ja!

00:21:47: Jetzt kommt das einfach genau.

00:21:50: Es war alles wunderbar im Tessin.

00:21:52: Wetter, wundere Wohnung und Seblik ... Aber wir gingen es nicht mehr gut.

00:21:57: Wir sind psychisch wirklich nicht gut gegangen.

00:22:00: Ich dachte, ich mache jetzt richtig.

00:22:03: Oder wird es ganz schwierig?

00:22:05: Habe ich nach einem Leben, den ich eigentlich nicht mehr möchte?

00:22:08: und ich habe aber nicht dazu aus.

00:22:11: Von was hast du am meisten Angst gehabt?

00:22:15: Dass es einfach nicht funktioniert, dass ich zu gutes Weg zum Sterben bin, aber eigentlich nicht gut genug zum Leben.

00:22:29: Das war das Thema.

00:22:32: Ich habe mich zwar transplantiert, aber es geht mir auch nicht wirklich besser.

00:22:37: Also nicht unbedingt vor Abstossung.

00:22:41: Einfach für den gesamten Eindruck.

00:22:44: Ich habe zwar wieder ein Leben, aber viel besser ist es nicht und ich habe den ganzen Aufwand und muss noch diese Medikamente nehmen, die vielleicht auch vieles verschlechtert haben.

00:22:56: Und ... Ich bekam bereits eine Telefonnummer vom Unispital, dass ich mich mit einer Patientin, der auch vor dreißig Jahren eine halbe Lunge überkommt, konnte ich Kontakt aufnehmen.

00:23:13: Wir haben uns ein paar Mal austauscht über Video ... Vorher schon?

00:23:19: Genau!

00:23:19: Und wir haben wirklich ... Sie hat mir natürlich auch dazu geholfen, weil sie sich auch wieder entschieden hat, die zweite Hälfte jetzt noch zu transplantieren.

00:23:31: Sie hat dann nur eine Halbüber gekauft?

00:23:33: Sie hat doch eine

00:23:34: Halbi bekommen, weil ihr seid ganz ... Es war mir ein sehr kritischer Zustand.

00:23:40: Und sie hat sich jetzt nach einem guten Leben wieder entschieden, nochmal das auf sich zu nehmen.

00:23:49: Und so habe ich diese Frau wieder angeglutet und wir hatten es auch gut miteinander.

00:23:53: Ich sagte mir, dass es nicht gut geht.

00:23:56: Ich weiss nicht ob ich das richtig mache.

00:23:59: Weil ich hatte den Termin vor mir, damit ich zu allem meine Einverständnis mit der Unterschrift gegeben habe.

00:24:07: Und sie konnte mich immer wieder etwas beruhigen und relativieren.

00:24:11: Sie sagte, Barbara nimmt eines ums Andere.

00:24:13: Du musst nicht schon vorausdenken und wenn es dann so ist und überhaupt ... Sondern mach Schritt für Schritt!

00:24:20: Du hast sehr gute Ärzte, das ist ein gutes Zentrum.

00:24:24: Die schauen für dich und die haben gut zu wissen.

00:24:29: Und sie konnten mir enorm helfen in diesem Moment.

00:24:32: Du hast dir im Tessin angerufen?

00:24:34: Ja, ich war im Tassin.

00:24:36: Mein Mann ging es gut und mir ging es so schlecht, dass ich mich auch körperlich schlecht gefühlt habe.

00:24:43: Ich konnte hier kaum laufen.

00:24:44: Ich war vielleicht auch von diesen zehn Tagen wirklich mitgenommen.

00:24:50: Und sie konnte mich wirklich wieder helfen und sagen, Barbara ... Es kommt schon gut!

00:24:57: Die haben einen solchen Fundier zu wissen.

00:25:00: Du wirst nicht in der Luft auszuhangen.

00:25:04: Das habe ich wieder oben runtergebracht, und dann hast du mich gerechnet mit einer längeren Wartezeit.

00:25:09: Man hört ja immer, dass man zum Teil sehr lange auf die Organe muss warten.

00:25:14: Ja, diese Frau hat mir schon erzählt ... Sie wartet jetzt schon bald eineinhalb Jahre.

00:25:22: Und es ist halt so, meine Warte und Warte kommen bis an den Anruf, das muss man aushalten oder?

00:25:28: Gut!

00:25:29: Wir sind nach Hause vom Tessin Am nächsten Tag sind wir in der Sune und haben alle Einverständniserklärungen unterschrieben.

00:25:36: Wir wurden alles noch einmal erklärt,

00:25:39: auch

00:25:40: alles, was kann kommen ... All das Negative, das kann kommen.

00:25:44: Komplikationen?

00:25:45: Alles bescheiden.

00:25:47: Ich musste überall meine Unterschrifter untersetzen.

00:25:50: Am Nachmittag um vier Uhr war es gemacht.

00:25:53: Ich bin zu Hause und habe so die Sachen gemacht, die man empfohlen hat.

00:25:58: Das heisst, dass das Göffel gepackt ist Und dann ... Ja?

00:26:03: Ist der Dunst gekommen, bin ich am Abend ins Bett um die Viertel ab zehn Uhr.

00:26:10: Am Viertell vor elf schallte mein Handy.

00:26:13: Dann kam das Telefon nach sehr kurzer Zeit, dass du dich auf unter Umständen längere Wartezeiten eingestellt hattest.

00:26:22: Weisst du noch, was dir durch den Kopf ging?

00:26:25: Als das Telephone geschallt hatte in der Nacht am Viertl vor elf ... Ich dachte, es gibt's jetzt nicht!

00:26:31: Das

00:26:32: kann ja nicht sein.

00:26:34: Tatsächlich auf dem Display ist die Transplantationskoordination aufgeleuchtet und dann habe ich abgenommen.

00:26:42: Dann sagt diese Frau, grüße Sie von Brandenberg?

00:26:45: Sie, wir haben eine halbe Lunge für sie!

00:26:48: Und da habe ich gesagt ... Also eine halte Lunge will ich nicht.

00:26:53: Ich will den Ganzen!

00:26:55: Dann sagt die Frau zu mir, kommen Sie jetzt?

00:26:59: Sie sind vorbei, das geleistet für eine halbe Untergangzeit.

00:27:04: Kommen sie und tun sie es mit den Chirurgen klären?

00:27:08: Und dann habe ich mich auf ein paar abgemacht ... Ich führte zu meinem Mann.

00:27:14: Er ist nicht übervorengeköckelt.

00:27:16: Dann sagte er, es sei im Fall kein Spass, was ich dir erzählen würde.

00:27:21: Aber Sonja glütete hier in der Halbilunge für mich.

00:27:24: Ich musste gehen!

00:27:26: Für ihn ist das so.

00:27:27: Ich glaube, es war fast ein bisschen schwieriger als für mich.

00:27:31: Weil ich bin überzeugt, dass ich wieder heimkomme und keine halbe Lunge will.

00:27:35: Sie schickten mir einen Pender noch darauf und ich habe ... Ja,

00:27:40: also die Ambulanz.

00:27:41: Die Ambulance hat mich geholt, weil ich auch die Sauerstoffe gebraucht habe.

00:27:46: Und haben mich dort angefahren in das Unispital Zürich.

00:27:51: Ich kam dann in dieses Zimmer, wo man vorbereitet wird zur Transplantation.

00:27:57: Und in diesem Zimmer ist bereits eine Frau auf dem Bett geköckelt und plötzlich riecht jemand, Barbara bist du das?

00:28:07: Und dann habe ich gesagt, yes!

00:28:09: Jetzt ist es die Frau, die ich Kontakt hatte, die ja schon seit anderthalb Jahren aufeinander in Lungenhälfte wartet.

00:28:19: Also eben, sie stelle sich auf eine Wartezeite.

00:28:21: Ich war völlig überrumpelt gewesen, dass ich jetzt hier schon einrücken müssen dürfen, was immer oder.

00:28:29: Und ich habe von Anfang an gesagt, sie würden mich nicht vorbereiten.

00:28:33: Ich will zuerst mit den Chirurgen reden und dann hat es geist.

00:28:37: ja, wir werden jetzt gleich vorbereitet.

00:28:40: Wir machen einfach alles, was man müde.

00:28:44: Die Chiruren kommen am Morgen und dürfen auf jeden Fall noch ein Gespräch führen.

00:28:50: So war es dann, die sind gigantisch.

00:28:54: Das ganze Team der Transplantationschirurgen war also an diesem Morgen in Zürich.

00:29:00: Das muss man sich mal vorstellen, es waren alle einfach hier und sie kamen zu mir als Becker, das waren etwa fünf Chirurge.

00:29:10: Und die haben mich erläutert was halt Schwierigkeit ist bei meinen Verklebten Lungen.

00:29:17: Weil ich noch keine Zeit hatte für ein Gespräch mit den Chiruren, war diese halbe Lunge bei mir nicht ein Thema.

00:29:25: Aber die haben mir an dem Morgen gesagt, es wird bei ihnen sehr herausfordernd, diese Lunge rauszuschellen aus ihrem Bruschkorb.

00:29:34: Also deine eigenen?

00:29:36: Meine eigenen Lungen waren ja am Bruschkorb angeklebt.

00:29:40: Durch diesen Lungenreis?

00:29:42: Ganz

00:29:42: genau!

00:29:43: Die Lungen fallen nicht mehr zusammen.

00:29:46: Und durch das muss man sie ausschellen mit ein ganz scharfes Kalpell und ich habe auch viel Blut verloren.

00:29:53: Normalerweise muss man sich vorstellen, ob man den Brustkorb aufkommt.

00:29:58: Man schneidet die Lungen drei Orte weg und nimmt diese Lungen raus.

00:30:05: Bei mir dauerte es über dreieinhalb Stunden, bis die Lunge nur eine Hälfte war.

00:30:11: Die andere Hälfe hatte ich noch nach innen.

00:30:14: Dann musste man dann die neuen Lungen rein tun.

00:30:17: Somit machte sie wahrscheinlich gar nicht mehr weiter.

00:30:21: Ich glaube, zur Sicherheit von mir hätten sie keine zweite Lungenhälfte innen transplantiert.

00:30:28: Also du hattest dann das annehmen können?

00:30:30: In diesem Moment offenbar!

00:30:32: Ja es war ein Kino-Rotexi, den ich schon ganz lange kenne und er ist nochmals nahe zu meiner Respektkante, hat gesagt Frau Brandenberg.

00:30:39: Ich glaube das wäre die beste Option für Sie.

00:30:43: Und das hat mich sehr geholfen weil ich habe mich in diesen Moment ja müssen entscheiden, sind gesagt, schauen sie, sie dürfen heim, sie müssen dich nicht annehmen Aber wir können ihnen nicht garantieren, dass wenn man eine ganze Zeit hier ist.

00:30:55: Dass wir ihnen auch die ganze Zeit transplantieren.

00:30:58: Und dadurch, dass er wirklich noch einmal angekommen ist und gesagt hat zu schauen, das sei eine sehr gute Option für sie.

00:31:05: Dann habe ich mich entschieden, das anzunehmen, dass das richtig ist.

00:31:08: Ich habe dann so meine Liebsten informiert und gesagt es geht los!

00:31:16: Auch die letzten Tests, die kurz vorher gemacht werden, haben gepasst.

00:31:22: Sie haben gesagt, wir könnten sie bereit machen.

00:31:25: Sie wurden die OP gefahren.

00:31:28: Mit welchem Gedanke oder mit welchem Gefühl auch bist du in dir nach Kosen?

00:31:37: Das ist ein ganz spezieller Moment.

00:31:40: Ich war sehr gut dreit.

00:31:43: Ich konnte wirklich alles abgeben.

00:31:47: Ich hatte eine gute Unterstützung ... Von Gott sage ich es einfach.

00:31:54: Ich war so ruhig und habe einen tiefen Frieden in mir gespürt.

00:31:58: Einen tiefen Freien, also wirklich gewusst, dass es jetzt richtig

00:32:05: ist.

00:32:05: Kannst du dich am Moment vom Aufwachen erinnern?

00:32:08: Ja, das war nicht so schön.

00:32:11: Ich bin im Delirium gewesen – ich weiss nicht genau wie lange – und das ist kein schöner Zustand.

00:32:17: Also meine Inzikierungen waren irgendwie ... Aber man kann nichts dagegen unternehmen, damit man nicht so tut wie man tut.

00:32:25: Ich habe die ganze Intensivstation zusammengeschraubt und immer wieder gerüft ... Aua!

00:32:34: Das war ein Zeug.

00:32:36: Und ich habe mich wahrgenommen.

00:32:37: Ich wusste, dass ich bin.

00:32:38: Aber ich konnte auch nicht sagen, was wir tun wollen.

00:32:41: Was

00:32:42: hat Weta?

00:32:42: Du hattest Schmerzen?

00:32:44: Ja, ich hatte schon Schmerz, aber ich konnte es nicht benennen.

00:32:48: Die erste Zeit war schon heftig auf der Intensiv, aber ich hatte eine S-to-Einsbetreuung.

00:32:56: Und die haben alles gemacht, dass es mir besser geht und das ist wirklich ... Es war schwer zu aushalten, weil diese Lunge nach drei Tagen hat sie abgestoßen.

00:33:14: Mein Immunsystem fand ich irgendwie immer nicht!

00:33:18: Und so musste man mit der Medikamente aufgefahren.

00:33:22: Aber auch dort enttärzt haben wir es so gut gemacht und mich so gut informiert, dass ich nicht das Gefühl hatte, ich stehe gerade.

00:33:34: Aber natürlich war es eine sehr ernste Situation.

00:33:38: Aber die haben gesagt, sie schauen für Brandenberg.

00:33:40: Das sehen wir nicht erst mal.

00:33:41: Wir wissen, was wir machen müssen.

00:33:44: Es braucht Geduld von ihnen.

00:33:46: Sie müssen es aushalten ... Aber das kommt schon gut.

00:33:50: Wie lange ist es gegangen, bis du wieder nach Hause kamst?

00:33:53: Ich war dann noch vier Wochen in der EHA bei drei Wochen im Spital und vier Wochen an der EH.

00:34:00: Die Lunge hat nicht sofort so funktioniert, wie man sie angenommen hat.

00:34:07: Ich brauchte immer noch die Ausstoffunterstützung ziemlich fest und ziemlich lang.

00:34:13: Und durch das konnte ich auch fast nicht laufen, weil ich zu wenig Ausstoff hatte.

00:34:18: Ich war sehr schwach, würde ich sagen.

00:34:22: Aber das ging wirklich schnell in den Rehas Wald.

00:34:25: Ich konnte an die frischen Luft fressen und Frühe an die Frische laufen.

00:34:30: Jeden Tag habe ich Trainings-Einheiten gemacht, Atemübungen.

00:34:37: Das ging wirklich zügig aufwärts.

00:34:40: Und jetzt geht es richtig richtig.

00:34:44: Es war richtig schön!

00:34:46: Wie ist es mit den Medikamenten?

00:34:48: Wir haben am Anfang gehört, du hattest einen riesigen Respekt vor dem.

00:34:53: Das war ein Grund dafür, dass du Zögerin hast.

00:34:58: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:35:00: Ist das eine Menge Medikamente, die du jetzt musst nehmen, die auch entsprechende Nebenwirkungen

00:35:05: haben?

00:35:06: Ja, man muss Medikamene nehmen und das will kein Leben lang.

00:35:10: Aber ... Ich konnte relativ schnell runterfahren oder wüsste die Medikamente ganz weglassen.

00:35:17: Also ich finde persönlich, ich habe gar nicht mehr so viele Medikamente jetzt.

00:35:21: Wie viele sind es dann verschiedene?

00:35:24: Am Morgen sind es vier wichtige und dann sind noch ... Hier ist zum Beispiel noch Vitamin D-III dabei, dann ist noch Vollsäure dabei.

00:35:38: Dann ist noch etwas ... Ah ja, Zink ist dabei!

00:35:41: Das ist dann sehr individuell, oder?

00:35:44: Aber so die fixen Medikamente.

00:35:47: Die Anti-Supremierung muss das Leben lang nehmen und bleibt einfach.

00:35:52: Und etwas Antivirals muss man nehmen.

00:35:57: Das sind vier Medikamente.

00:35:59: Da hat es Kortison, verschiedene Antisupprimierungen ... ... aber auch das antiviral Medikament.

00:36:06: Merkst du etwas Negatives?

00:36:08: Ja, neben Wirkung hat man

00:36:10: das.

00:36:10: Zum Beispiel

00:36:12: ... Am Anfang hatte ich Diabetes und Insulin-Spritzen.

00:36:16: Das kann ich aber schon weglassen.

00:36:18: Es hat sich wieder einbändelt.

00:36:20: Dann habe ich z.B.

00:36:21: mit dem Augendruck Mühe gehabt.

00:36:24: Vorwiegend habe ich zum Beispiel sehr stark Hautauschlag gehabt.

00:36:29: Aber es sind im Vergleich Kleinigkeiten.

00:36:35: Ich muss sagen, auch der Ausschlag ist jetzt wieder fast ganz weg.

00:36:40: Es geht mir wieder sehr gut.

00:36:43: Es sind keine Einigkeiten, sage ich jetzt.

00:36:46: Das Gefühl, das man wieder hat, nimmt man alles auf.

00:36:51: Ja?

00:36:51: Das ist einfach so!

00:36:52: Man hat es ja gewusst ... Es ist nicht überraschend.

00:36:55: Ich habe alles gewusst, wo ich komme.

00:36:58: Du hast dein Mann, René schon ein paar Mal erwähnt im Laufe des Gesprächs.

00:37:05: Ich weiss, er will zu dem selber nichts sagen.

00:37:09: Aber was hast du erlebt, wie es für ihn war?

00:37:13: Oder wie hat sich in der Beziehung etwas verändert?

00:37:18: Ja ... Das ist schon so.

00:37:20: Für ihn war es ganz schwierig.

00:37:22: Er musste mich vor dem Haus verabschieden und nicht mitbekommen.

00:37:29: Und ja, für ihn ging es wahnsinnig schnell auch.

00:37:35: Und er musste alles akzeptieren, meine Entscheidungen.

00:37:40: Das war auch gut.

00:37:42: Er fand das alles richtig.

00:37:46: Aber er hatte es sehr schwer und die Zeit, in der man nicht gut ging auf die Intensivstation ... Das war für ihn sehr schwierig.

00:37:54: Es war schwieriger als für mich.

00:37:58: Wir mussten schauen, wie schlecht es mir geht und nicht wissen, welche Richtung es geht.

00:38:04: Er hat natürlich auch ... Die Arztwisite habe ich nie mitbekommen.

00:38:10: Und die Ärzte sahen nicht gross, als wir immer wieder Mühe gemacht haben und sagten, sie bekämen das schon in den Griff.

00:38:21: Am Anfang ging es mir plötzlich so gut nachher in der Reha.

00:38:24: Er hatte eine riesige Freude.

00:38:26: Er besuchte mich wirklich dann in der Rheha oft und hatte einfach so eine Freude gehabt.

00:38:32: Wir gingen hier miteinander laufen ... Ja, das war für ihn ein wahnsinniges Highlight.

00:38:42: Am Anfang war es recht schwierig, weil er alles für mich übernahm in den letzten Jahren wirklich alles hatte.

00:38:49: Und dann kam ich home und habe kein Sauerstoff mehr gebraucht.

00:38:53: Es ging alles ohne Sauerstoffs am ersten Tag von Reha nach Hause und hat alles zurückgebracht in die Lungenleiga.

00:39:01: Das war noch recht fremd.

00:39:04: Ich musste ihm Zeit geben ...

00:39:06: Ja, kannst du jetzt

00:39:07: das alleine?

00:39:07: Soll ich nicht

00:39:08: mitkommen?".

00:39:08: Er musste mich wieder loslassen.

00:39:14: Auch in der Beziehung braucht es Gespräch.

00:39:19: Ich war eine sehr aktive Person früher und auch wieder ... Komm, das machen wir jetzt!

00:39:27: Und so und da und so... Und er ist ein ruhiger Mensch.

00:39:33: Er braucht Zeit.

00:39:35: Manchmal stresst ihn das fast ein bisschen.

00:39:38: Du hast zu viel Energie jetzt, oder?

00:39:42: Da brauchst du schon jemanden wieder ein Gespräch ... Ja, uns sagen, ich stehe jetzt hier und will noch das und das selbst vom Leben.

00:39:52: Ich will das alles wieder ausprobieren.

00:39:55: Und er braucht ... Ich muss ihm einfach etwas Zeit geben.

00:39:57: Dann ist es auch gut.

00:40:00: Was sind denn die Sachen, Oder die Träume, wo du jetzt wieder die Chancen hast, umzusetzen?

00:40:11: Also wir haben bereits gebraucht, an den Tost zu gehen.

00:40:17: Das war auch ich.

00:40:18: Im August oder so.

00:40:19: Ich weiss, man muss immer früh genug buchen.

00:40:21: Dann sagte er nicht mehr, wir gehen da durcheinander und ich will das jetzt.

00:40:25: Er hat gesagt, sie wüssten ja gar nicht, wie es dann ist.

00:40:27: Dann habe ich gesagt, das ist mir gleich.

00:40:28: Jetzt will ich einfach ... Ich freue mich riesig schon dort hinzugehen und zu schauen was ich alles wieder kann!

00:40:37: Weil die letzte Jahre war es umgekehrt?

00:40:40: Sie müssen sehen, was sie alles nicht mehr haben kann.

00:40:44: Was nur vor drei bis vier Jahren gegangen war ...

00:40:46: Also was?

00:40:47: Wenn es aufhört oder ...

00:40:50: Nein!

00:40:52: Ich rede hier von Spazieren.

00:40:54: Spazierend am Strand.

00:40:56: Meine Gesundheit war natürlich schon sehr eingeschränkt.

00:40:59: Was mir noch gut ging, sage ich jetzt mal.

00:41:02: Sport machen konnte ich gar nicht mehr.

00:41:04: Aber jetzt kannst du ... Sport machen ist jetzt gerade noch etwas übertrieben.

00:41:10: Ich habe mir das auch anders vorgestellt.

00:41:11: Ich fand, wir haben hier im Walden-Witeparkour ... Ich mache bald ein Wittenparkour, aber das ist nur nicht der Fall.

00:41:21: Aber ich mag immer mehr laufen und schneller laufen, mit weniger Stöpps und Schnaufen.

00:41:28: Das ist der Fortschritt.

00:41:30: Lungen transplantiert machen ganz langsame Fortschuhe.

00:41:35: Und man braucht eine wahnsinnige Konsequenz und Disziplin!

00:41:39: Und ich denke immer, es gibt ja vielleicht auch Leute, die jetzt nicht ganz so diszipliniert sind.

00:41:44: Wenn ich das eigentlich bin ... Wie geht's denn denen?

00:41:49: Weil ich bin wirklich schon diszipliniert und mache meine Aufgaben wirklich.

00:41:54: Ich bin aber noch weit entfernt.

00:41:57: Jetzt sind wir zum Beispiel letztes Mal im Schnee laufen, was ein bisschen streng war.

00:42:05: Da habe ich dann auch schon gemerkt.

00:42:08: Ich bin dann nach Hause und war richtig, richtig müde.

00:42:11: Für eine halbe Stunde

00:42:13: zu.

00:42:13: Das braucht Training?

00:42:15: Sehr ja!

00:42:16: Du hast eine halte Lunge von einem fremden Mensch in dir.

00:42:22: Denkst du noch oft an die Spenderin oder an den Spendern?

00:42:26: Wie geht es dir damit?

00:42:28: Ich muss ganz ehrlich zugestehen.

00:42:29: Nein ... An die Spendere denke ich momentan fast nie.

00:42:35: Es war die letzte wieder auf der Abteilung, auf der Transplantationsabteilung.

00:42:45: Und dort war es ein Plakat mit einem Dankeschreiben an die Spenderin oder Spender, wo man schreiben kann und ich habe gemerkt sie ist noch nicht so weit.

00:42:56: Das kommt aber sicher, da bin ich überzeugt!

00:42:58: Also du könntest im Barierfab Familie schreiben?

00:43:00: Genau,

00:43:01: die Angehörigen.

00:43:02: Es muss einfach alles noch nichts bleiben.

00:43:04: Da darfst du wieder ein Geburtstatem, noch einen Namen, noch eine Konfession zum Beispiel mit dem Fan zu schreiben in welchem Zentrum man behandelt wird.

00:43:14: Das muss wirklich auch noch nichts sein.

00:43:17: Aber das ist jetzt nicht etwas, was dich umtreibt?

00:43:21: Nein, im Moment noch nicht!

00:43:23: Ich glaube aber schon, dass es kommt.

00:43:25: Ja also ich möchte das auch Aber ich habe das Geduld zum Warten, bis es der richtige Moment ist.

00:43:32: Wie siehst du die Zukunft?

00:43:35: Wir wissen jetzt, dass du eine Halbihilung hast und eigentlich eine ganze Welt willst.

00:43:40: Ist das ein Thema für dich nochmals eine Transplantation, dich noch mal zu listen lassen?

00:43:47: Am Anfang fand ich ... Ja, das mache ich relativ schnell.

00:43:52: So schnell wie möglich!

00:43:55: Jetzt merke ich, was alles braucht.

00:43:59: Wie streng ist der Alltag vor allem im ersten Jahr mit den vielen Kontrollen?

00:44:07: Mit viel Zeit, die für Medikamente richten, bestellen und in Apotheken holen.

00:44:15: Es hat wirklich einen riesigen Aufwand.

00:44:20: Ist das schon ein wenig in den Hintergrund gekommen?

00:44:24: Wenn es mir gut geht, genieße ich jetzt einfach mal ... das, was ist.

00:44:30: Und wenn es eine Verschlechterung gibt, glaube ich schon, dass dann das Thema wird.

00:44:36: Aber ich gebe mir jetzt einfach Zeit und ich spüre mich gut.

00:44:42: Ich sage mal, wenn ich es spüre – hey!

00:44:45: Jetzt ist ein Spruchreif, dann werde ich das ansprechen.

00:44:50: Dann werden auch die Ärzte wieder auf mich zugekommen.

00:44:51: Das ist ganz klar.

00:44:53: Und um jetzt noch die Brücke zu schlagen, zum Anfang?

00:44:56: Also Paglia Viva brauchst du im Moment nicht.

00:44:59: Nein, ich brauche wirklich im Moment nichts.

00:45:04: Was ich mir vorstellen kann, dass sich das Ganze vielleicht irgendwann psychologisch nochmal ein wenig anschauen kann.

00:45:10: Ich habe von der Pagla Viva aus einen sehr guten Seelsorger gehabt...

00:45:13: ... also den wir in Kontakt vermittelt haben.

00:45:15: Ja genau!

00:45:17: Und ich kann mir vorstellen, dass ich mit ihm wieder ein paar Gespräche möchte.

00:45:21: Einfach so etwas Ja, die Dankbarkeit auch mehr schätzen und spüren.

00:45:27: Und leben!

00:45:28: Die Dankbarigkeit ist das Leben, das ich noch mal geschenkt bekommen habe.

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